AktuellesEine Person hält zwei Kapseln in einer Hand, während in der anderen ein Glas Wasser steht, in einer modernen Küche.

Medikamente unterscheiden sich nicht nur in ihrem Wirkstoff, sondern auch in ihrer Darreichungsform. Diese beeinflusst maßgeblich, wie und wann der Wirkstoff im Körper freigesetzt wird.

Ein häufiges Beispiel sind Retardtabletten. Sie sind so aufgebaut, dass der Wirkstoff über mehrere Stunden hinweg langsam abgegeben wird. Dadurch bleibt der Wirkspiegel im Körper gleichmäßiger und das Medikament muss oft seltener eingenommen werden. Wird eine solche Tablette jedoch geteilt, zerkaut oder zerdrückt, kann die gesamte Wirkstoffmenge auf einmal freigesetzt werden – die gewünschte Wirkung geht verloren oder es kann zu Nebenwirkungen kommen.

Auch magensaftresistente Tabletten haben eine spezielle Funktion. Sie sind mit einem Überzug versehen, der verhindert, dass sich die Tablette bereits im Magen auflöst. Stattdessen wird der Wirkstoff erst im Darm freigesetzt. Das schützt entweder den Wirkstoff vor der Magensäure oder den Magen vor reizenden Substanzen.

Diese Beispiele zeigen: Die „Verpackung“ eines Medikaments ist ein wichtiger Teil seiner Wirkung. Deshalb sollten Arzneimittel immer genau nach Anweisung eingenommen werden.

Bei Unsicherheiten lohnt sich eine Nachfrage in der Apotheke – so kann sichergestellt werden, dass das Medikament optimal wirkt.