Sehr geehrte Damen und Herren
weiter geht es in unserer Reihe “Ursachen für Energielosigkeit”. Letzte Woche war ja das Vitamin B12 dran und passend dazu formulierte die Apothekenhomepage TARA24 diese Woche einen Artikel mit dem Namen “PPI – keine Säure, kein Vitamin B12”. PPI sind Protonenpumpenhemmer, im Volksgebrauch mehr als Magenschutz bekannt. Dieser Ausdruck ist leider nicht gut gewählt, denn er klingt fast schon so, als wäre so ein “Magenschutz” harmlos und könne auch über Monate bis Jahre angewendet werden. Leider bei vielen Menschen so der Fall.
Durch eine Nebenwirkung des “Magenschutzes” die Vitamin B12 Aufnahme einzuschränken sind irgendwann die Speicher von Vitamin B12 in Leber, Muskel und Herz erschöpft und das äußert sich in sehr unspezifischen Symptomen wie Müdigkeit, Erschöpfung, Antriebslosigkeit oder Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. Die Folgen können neurologischer und psychiatrischer Natur sein und in einer Demenz enden.
Aber nicht nur die B12 Aufnahme sinkt durch einen “Magenschutz”, auch Magnesium, Calcium, Vitamin D, Eisen und Taurin werden sehr viel schlechter aufgenommen. Eine Langzeitanwendung kann auch zu einem Ungleichgewicht im Kalium- und Magnesiumhaushalt und zu Herzrhythmusstörungen führen. Ein Magnesiummangel kann bereits auftreten, wenn ein Magenschutz drei Monate oder länger eingenommen werden. Ein ausgeglichener Kalium-Magnesium-Spiegel ist wichtig für die Herzgesundheit sowie Vitamin B12 und Folsäure wichtig sind, um die Blutgefäße durch den Abbau von Homocystein zu schützen.
Weiters findet die Verdauung von Eiweiß im Magen statt. Befindet sich dort wegen eines Magenschutzes nur wenig Magensäure, ist die Eiweißverdauung beeinträchtigt und es kommen unverdaute Eiweißbestandteile in den Darm, wo sie eigentlich nichts verloren haben und lösen Allergien und Unverträglichkeiten aus.
Die 3 Basisvitalstoffe:
- Omega 3 1-4g als Fisch- oder Algenöl, nach einigen Wochen oder Monaten Einnahme kann der Omega 3 Index gemessen werden. Sollte 8-12% betragen. Erreichen ohne Supplementeinnahme nur gute Fischesser, die sich allerdings um die Herkunft des Fisches Gedanken machen sollten. Stichwort Schwermetallbelastung.
- Vitamin D 3.000-10.000IE, Ihr Vitamin D Wert sollte 40-70ng/ml betragen. Je nach Genetik und Sonnenlichtexposition brauchen Sie mehr oder weniger. Menschen mit Autoimmunerkrankungen brauchen mehr.
- Magnesium 150-900mg, je nach Ernährung, Verbrauch und Genetik. Der Wert sollte über 0,9mmol/l liegen. Kleiner Tipp für alle die unter Verstopfung leiden, Magnesium wirkt in höheren Dosierungen abführend.
Basisvitalstoffe für genannte Personengruppen:
- Vitamin B12: Für Vegetarier (geringe Zufuhr in der Nahrung) und Veganer (keine Zufuhr in der Nahrung), Menschen die einen sogenannten Magenschutz oder das Diabetesmedikament Metformin einnehmen, bei Magen-Darm-Erkrankungen und im Alter ist auch Vitamin B12 notwendig.
- Heute neu: Veganer brauchen Vitamin A. Vitamin A ist kein direkter Energielieferant, spielt aber indirekt eine Rolle bei der Energieproduktion in den Zellen, da Mangelzustände die Energieproduktion um bis zu 30 Prozent verringern können.Beta Carotin aus Obst und Gemüse kann je nach Genetik nur zu 20-70% in Vitamin A umgewandelt werden (Stichwort Gen-Polymorphismen). Wir Europäer sind im Vergleich zu Afrikanern oder Asiaten im Nachteil.Das Enzym für die Umwandlung braucht Eisen als Cofaktor, das bei pflanzlichre Ernährung häufig im Keller ist, v.a. bei Frauen.Außerdem wurde in Arbeiten gezeigt, dass aus diesen pflanzlichen Vitamin-A-Vorstufen auch Substanzen entstehen, die die Wirkung von Vitamin A aufheben können.Die Effekte von Vitamin A im Körper sind extrem weitreichend.So pusht Vitamin A das Immunsystems bis zum Anschlag.
Rolle von Vitamin A bei der Energieproduktion:
ATP-Synthese:
Vitamin A ist an der Energiesynthese (ATP Synthese) in den Mitochondrien beteiligt. ATP ist das wichtigste Molekül, das die Körperzellen für ihre Energieversorgung nutzen.
Mangelhafte Energieversorgung:
Ein Mangel an Vitamin A kann die Energieproduktion in den Zellen um bis zu 30 Prozent reduzieren.
Wichtige Funktionen von Vitamin A:
Sehfunktion: Vitamin A ist entscheidend für den Sehvorgang, insbesondere im Dunkeln.
Immunsystem: Es spielt eine wichtige Rolle für die Funktion des Immunsystems und den Schutz vor Krankheiten.
Zellwachstum und Gewebeerhalt: Vitamin A ist am Aufbau und Erhalt von Geweben wie Haut und Schleimhäuten beteiligt und fördert das Zellwachstum.
Gut zu wissen:
Ganz allgemein wird immer nur von Retinol bzw. β-Carotin/Provitamin A gesprochen – beides ist mehr oder weniger bekannt als Vitamin A. Neue Forschungen zeigen jedoch, dass hier nur von Vitamin A1 die Rede ist. Neu entdeckt wurde jetzt Vitamin A5. Das bekommt der Körper vorwiegend aus Obst und Gemüse. Das Hormon, das aus Vitamin A5 entsteht, aktiviert einen bestimmten Rezeptor im Körper, der vielfältige gesundheitliche Effekte hat. Ein weiteres Argument für eine gute Obst- und Gemüsezufuhr!
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