Ganz aktuell vorweg noch eine Neuigkeit
zum Vitamin B12
Dass Protonenpumpenhemmer (Magenschutz) und Metformin (meist verschriebenes Diabetesmedikament) Auslöser für einen Mangel an Vitamin B12 sein können,
Und Thrombo Ass ist nicht gerade ein wenig verschriebenes Präparat. Lassen Sie einfach mal im Rahmen der Gesundenuntersuchung Ihren Vitamin B12 Spiegel überprüfen.
Mein Wert pendelt seit Jahren zwischen 800-1200 ng/l bzw pg/ml, also am oberen Ende. Schauen Sie mal auf Ihrem Laborbogen nach.
Kurze Wiederholung, die Basis für alle:
- Omega 3 1-4g als Fisch- oder Algenöl, nach einigen Wochen oder Monaten Einnahme kann der Omega 3 Index gemessen werden. Sollte 8-12% betragen.
- Erreichen ohne Supplementeinnahme nur gute Fischesser, die sich allerdings um die Herkunft des Fisches Gedanken machen sollten. Stichwort Schwermetallbelastung.
- Vitamin D 3.000-10.000IE, Ihr Vitamin D Wert sollte 40-70ng/ml betragen. Je nach Genetik und Sonnenlichtexposition brauchen Sie mehr oder weniger.
- Menschen mit Autoimmunerkrankungen brauchen mehr.
- Magnesium 150-900mg, je nach Ernährung, Verbrauch und Genetik. Der Wert sollte über 0,9mmol/l liegen.
- Kleiner Tipp für alle die unter Verstopfung leiden, Magnesium wirkt in höheren Dosierungen abführend.
Für Vegetarier und Veganer, Personen die Magenschutz oder Metformin oder Thrombo Ass einnehmen:
- Vitamin B12: Für Vegetarier (geringe Zufuhr in der Nahrung) und Veganer (keine Zufuhr in der Nahrung), Menschen die einen sogenannten Magenschutz oder das Diabetesmedikament Metformin einnehmen, bei Magen-Darm-Erkrankungen und im Alter ist auch Vitamin B12 notwendig.
Für alle ab 40, Personen die Cholesterinsenker, sogenannte Statine, einnehmen, und fürs Herz:
- Q10: Der Q10-Gehalt im Herzmuskel bei 40-Jährigen ist um etwa 30 % niedriger ist als bei 20-Jährigen und sinkt dann weiters ab. Cholesterin wird im Körper auf dem gleichen Weg gebildet wie Q10, heißt: weniger Cholesterin heißt auch weniger Q10 und dadurch möglicherweise Muskelschmerzen.
Für alle mit Schilddrüsenmedikation, Schilddrüsenunterfunktion und schwachem Immunsystem:
- Selen: Wandelt T4 in T3 um, senkt das Krebsrisiko, unterstützt die Entgiftung, wichtiges Antioxidans.
Heute NEU: Eisen
Eisen ist, in richtigen Mengen im Körper, ein wunderbarer Stoff. Will man
- Power
- Leistungsfähigkeit
- Ausdauer
- Klarheit und Licht im Kopf
- Entgiftung
- Schutz vor Radikalen (Katalasen!)
- Elastische Haut
- Lebensfreude
muss man immer an Eisen denken, denn Eisenmangel ist schnell passiert. Vegetarier, Veganer, Frauen vor der Menopause, Sportler haben schnell mal einen Eisenmangel und dann wird das Leben anstrengend. Selbst erlebt. Mein Eisenspeicher Ferritin war immer um die 100ng/ml und dann habe ich zu laufen begonnen und 2 Monate später 40ng/ml. War ich müde!
Eisen ist das wichtigste Spurenelement im menschlichen Körper und kann den Unterschied zwischen Depressionen („Ich komme nicht mehr aus dem Bett“) und „Wanderlust“ machen.
Eisen spielt nämlich eine entscheidende Rolle in zwei wichtigen Proteinen: Hämoglobin und Myoglobin.
Hämoglobin befindet sich in den roten Blutkörperchen und transportiert Sauerstoff von der Lunge zu den Geweben und Kohlendioxid zurück zur Lunge.
Etwa 70 % des gesamten Körpereisens ist im Hämoglobin enthalten. Das Eisen im Hämoglobin bindet reversibel Sauerstoff – das ermöglicht den Transport.
Myoglobin befindet sich in den Muskelzellen, besonders in Herz- und Skelettmuskulatur und speichert Sauerstoff und gibt ihn bei Bedarf an die Muskelzellen ab, besonders bei hoher Belastung. Etwa 10 % des Körpereisens ist im Myoglobin enthalten. Es hat eine höhere Affinität zu Sauerstoff als Hämoglobin, ideal für Speicherung.
Was heißt das für uns: Eisen ist Sauerstoff.
- Ohne Eisen sind unsere Kraftwerke, die Mitochondrien (= Energie) wertlos, weil Eisen Teil der Cytochrom-C-Oxidase ist (siehe Bild unten)
- Eisen reguliert die DNA-Synthese (Ribonukleotidreduktasen)
- Eisen reguliert die Entgiftung (via Hydroxylasen und P450-Enzymen)
- Eisen reguliert die Synthese von Steroidhormonen (P450-Enzyme)
- Eisen reguliert die Neurotransmitter-Bildung im Gehirn
- Eisen hilft bei der Entgiftung von Radikalen (z. B. Wasserstoffperoxid) via Katalasen
- Eisen stellt die Gefäße weit, weil es Bestandteil von Stickoxid-Synthasen ist
- Eisen ist Bestandteil von Enzymen im Citrat-Zyklus (also Energiegwinnung)
- Eisen reguliert die Hydroxylierung von Kollagenpeptiden, ist also wichtig für Knorpel, Knochen und Bindegewebe
- …
Seit ich angefangen habe mehr zu laufen, tue ich mir sehr schwer, genug Eisen in mich reinzubekommen: Entweder mit sehr viel rotem Fleisch (Lamm, Rind, Wild) oder als magenfreundliches Curryblatteisen. Im roten Fleisch liegt Eisen als sehr gut aufnehmbares Hämeisen vor. Viele hochdosierte Eisenpräparate können zu ziemlichen Magen-Darm-Problemen führen, kennen wahrscheinlich viele Frauen.
Wenn ich extrem viel Eisen nehme, bekomme ich Nasenbluten, also nicht übertreiben.
Innerhalb von 8 Wochen habe ich mein Ferritin wieder auf 100ng/ml angehoben, leider sind meine Erythrozyten (rote Blutkörperchen) noch ziemlich im Keller,
nicht mal im Referenzbereich. Nicht so gut für meinen Marathon in München am Wochenende. Es ist nun mal der schneller, der mehr Sauerstoff im Körper binden und
an die Muskelzelle transportieren kann. Gilt auch im Job, wenn mehr Sauerstoff die Hirnzellen umspült ist man wacher und energiegeladener.
Es dreht sich immer um das Gleiche: Sauerstoff. Mehr Luft! Genau deshalb Doping: EPO. Eigenbluttransfusionen. Genau deshalb Testosteronspritzen,
denn Testosteron erhöht Hämoglobin. Lance Armstrong war sicher nicht der einzige, der diese Techniken mal ausprobiert hat.
Nach der ganzen Lobeshymne auf Eisen: Bitte nicht Eisen einfach so einnehmen, sondern zuerst messen. Ihr Eisenspeicher sollte nicht über 150-200ng/ml liegen,
denn das kann ernste Probleme machen wie zu einer schlechteren Insulinsensitivität führen.
Eisen ist ein zweischneidiges Schwert mit einer relativ geringen “therapeutische Breite”, wie ein Mediziner sagen würde. Man will nicht zuwenig und auch nicht zuviel.
Wir brauchen Eisen für Energie, für Glück (Serotonin) und guten Schlaf (Melatonin), für Lust (Dopamin) und Antrieb (Noradrenalin),
für eine funktionierende Durchblutung (eNOS), für Entgiftung (Cytochrome) und Geschlechtshormone. Außerdem ist Eisen wichtiger Bestandteil von antioxidativen Enzymen.
Doch wenn ein Überschuss vorliegt, nimmt Eisen gerne an Redox-Reaktionen teil. Dabei entstehen reaktive Sauerstoffspezies (ROS, freie Radikale), die dann in den Zellen für oxidativen Stress sorgen
. Dabei können Zellmembranen, Proteine und sogar die DNA geschädigt werden. Während physiologische Mengen an Eisen gegen oxidativen Stress schützen, kann ein Zuviel an Eisen
genau diesen auslösen. Eine Eisenüberladung wird auch immer häufiger mit metabolischen Entgleisungen wie Insulinresistenz in Zusammenhang gebracht.
Ich empfehle Eisen als Ergänzung nur, wenn der Ferritinspiegel erniedrigt ist. Frauen unter 60ng/ml und Männer unter 80ng/ml.
Wenn SIe, warum auch immer (meist Genetik), zuviel Eisen im Körper haben, kommt es zu deutlich verstärkten Entzündungsreaktionen und Neigung zur Insulinresistenz. Ihr mitochondrialer Energiestoffwechsel wird lahmgelegt.Dann gehen Sie am Besten öfter mal Blutspenden.

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