Nahrungsergänzung – Unfug oder sinnvoll?

Helmut Markwort, der damalige Chefredakteur der Zeitschrift Focus, hatte im April 2002 eine ungewöhnliche Idee. Er hat in einem naturwissenschaftlichen Experiment selbst Fakten geschaffen. Dazu ließ er auf dem Viktualienmarkt in München Obst einkaufen und ließ dieses Obst auf den Vitamingehalt, beispielhaft Vitamin C, untersuchen.

Das Ergebnis: das Obst, das wir täglich kaufen und essen, ist nichts wert. Der Vitamingehalt liegt unter 20%, oft unter 10%, von den Mengen, die laut Natur da sein müssten. Äpfel, die Sie essen, enthalten also nur einen Bruchteil an Vitaminen, die der frisch vom Baum gepflückte Apfel enthält.

Das Obst, das Sie täglich gesundheitsbewusst essen, ist also praktisch gefärbtes Styropor. Denn der menschliche Körper ist nun einmal in Jahrmillionen abgestimmt auf die Vitaminmengen, die frisch gepflücktes Obst enthält. Jeder Affe weiß das und handelt entsprechend. Nur wir Menschen lassen Obst und Gemüse erst mal schön lange liegen, bis es zu Styropor wird. Und dann essen wir es – stolz und gesundheitsbewusst.

Für Gemüse gilt natürlich das gleiche. Was glauben Sie, wie viel Kalium noch in einem gekochten Blumenkohl enthalten ist? Praktisch nichts. Das Kalium ist längst im Kochwasser und wird weggeschüttet.

Und dann wundern wir uns über unsere Krankheiten. Denn Vitamine sind essentiell, also lebensnotwendig. Warum denkt eigentlich niemand darüber nach, was passiert, wenn man nicht die von Natur ausdrücklich gewünschte Menge Vitamine, sondern weniger als 20% täglich zu sich nimmt. Man ist eben ein 20% Mensch. Man ist eben krank.

Das heißt täglich müde, lustlos, infektanfällig, und später eben Krebs. Der ja jeden dritten Österreicher befällt. Jeden dritten Österreicher! Das nennt unsere Medizin „normal“. Das ist das Resultat der so genannten „abwechslungsreichen, ausgewogenen Kost“, die wir ja alle zu uns nehmen.

Und da wird doch allen Ernstes hierzulande über Sinn und Unsinn von Nahrungsergänzungsmitteln, also von Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen, gestritten und debattiert.

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