Tryptophan – aber richtig

Tryptophan ist die seltenste Aminosäure in der Natur. Die Vorstufe von Serotonin, dem Chefhormon. Es stimmt fröhlich, schenkt Souveränität, Ausgeglichenheit und Abstand. Und im Dunklen wird das Glückshormon Serotonin dann in unser Schlafhormon Melatonin umgewandelt und man schlummert glücklich ein.

Hat man zu wenig davon, wird substituiert – einige Wochen ein bis drei Gramm am Tag. Hoffend, dass dann der Körper schon richtig reagieren wird. Was er in der Regel auch tut.

Selbstverständlich könnte man zu Tryptophan sehr viel präzisere Angaben machen. Es folgen ein paar Beispiele.

Tryptophan, gegessen, hat einen schwierigen Weg ins Gehirn vor sich. Es steht in Konkurrenz mit sieben anderen großen Aminosäuren. Dabei zieht es regelmäßig den Kürzeren. Abhilfe? Ausdauersport! Nicht lächeln, das stimmt.

Sport schleust die BCAA, die 3 Muskelaminosäuren, in die Muskelzellen. Die fehlen dann im Blut. Tryptophan hat nicht mehr so viele Konkurrenten und gelangt höher konzentriert ins Gehirn. Deswegen wirkt Ausdauersport so gut gegen Depression.

Die Konkurrenz gibt es auch dann, wenn Sie Tryptophan schlucken und gleichzeitig essen. Versteht sich. Daher sollte man Tryptophan optimal in einem Zeitfenster von 5 Stunden einnehmen: nüchtern, also 3 Stunden nach einer Mahlzeit, 2 Stunden vor einer Mahlzeit. Dann wird Ihre Tryptophan-Kapsel nicht von Nahrungs-Eiweiß „belästigt“.

Die Dosis? Als sicher gilt 0,5 bis 4 g. Viele Studien werden mit 6 g gemacht. In der Praxis empfehlen wir 2 bis 3 g abends, wobei als Schlafmittel bereits 1 bis 1,5 g Tryptophan genügt. Freilich nüchtern genommen.

Für die Wirkung von Tryptophan, für die Serotonin-Synthese, brauchen Sie wesentlich mindestens fünf Stoffe zusätzlich, nämlich:

  • Zink
  • Vitamin B6
  • Folsäure
  • Eisen
  • Omega 3

Deren Spiegel müssten im Normbereich liegen. Das sind nämlich die Stoffe, die Tryptophan in ihr Glückshormon Serotonin und in der Nacht in ihr Schlafhormon Melatonin umwandeln.

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Sollten Sie Tryptophan gegen Depression einnehmen wollen, empfiehlt sich ein bisschen Vorarbeit. Wie immer im Leben. Es gibt hier deutlich optimierte Einnahmepläne, zum Beispiel von Dr. Detlef Nachtigall unter tryptophan-supplementation.blogspot.de. Weshalb Sie das lesen sollten? Hören Sie einfach einem Betroffenen zu – das scheint mir immer der beste Weg:

Meine früheren Versuche mit Tryptophan nach Gutdünken oder auch mit 5-HTP […] waren wirkungslos geblieben. Hingegen war der Einnahmeplan nach Dr. Nachtigall so erfolgreich, dass ich mich schon am ersten Tag fühlte, als hätte ich drei Wochen Sommersonnenurlaub hinter mir. Meistens nehme ich nur 1,5g einmal täglich […] Allein der diszipliniert und akribisch einzuhaltende Einnahmeplan vor allem unter Berücksichtigung ausreichend großer Abstände zu den Mahlzeiten, macht die Verwendung weniger unkompliziert als die Einnahme von Psychopharmaka. Der erforderliche Aufwand wird jedoch mehr als wettgemacht durch den grandiosen Therapieerfolg. Bis vor einem Monat hatte ich für über zehn Jahre fast kontinuierlich verschiedene Antidepressiva eingenommen (SSRI und trizyklische Antidepressiva), jedoch niemals in dieser Form das Erleben von „mir geht es jetzt besser“ erfahren. So aber empfinde ich jetzt.

Bildung der Neurotransmitter

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