Wir sind so alt wie unsere Blutgefäße

Sie wissen es alle: „Wir sind so jung oder so alt wie unsere Blutgefäße“. Aber wissen Sie auch, was das bedeutet? Was mit jungen oder alten Blutgefäßen gemeint ist? Ganz einfach: Blutgefäße werden starr wenn sie älter werden. Heißt andersherum: junge Blutgefäße, mit welchen Sie geboren werden, sind weich, elastisch, dehnbar und beweglich.

Etwa so wie ein junger Regenwurm im ersten Frühlingsschauer. Der kringelt und krümmt sich neben einem Stückchen alten Holz. Sehen Sie: dieses starre, brüchige Holzstückchen – das sind alte Blutgefäße. Woher das kommt? Von den Narben. Die Innenseite Ihrer Blutgefäße, die Endothelzellen, werden ständig ein bisschen beschädigt. Durch freie Radikale. Werden entzündet, verheilen wieder, vernarben, erneut entzündet, erneut vernarbt.

Und im Lauf der Jahre lagert sich an den verletzten Blutgefäßen Cholesterin ab. Mehr und mehr, bis dieses dann auch noch verkalkt. Verkalkte Blutgefäße. Betrifft dummerweise auch Ihr Gehirn. Nennt man dann vaskuläre Demenz. Nicht besonders schön, wenn dies so mit 40 bis 45 Jahren bereits auftritt.

Glauben Sie nicht? Wir kennen Cholesterinablagerungen schon bei Säuglingen. Die bei Mütterlein mitgeraucht haben. Wir kennen Cholesterinablagerungen in den Halsschlagadern bei 18-jährigen. Alles nichts Besonderes.

Aber jetzt kommt es: man kann das verhindern. Kann es sogar wieder rückgängig machen. Und wie? Indem man das Endothel, die Innenschicht der Blutgefäße, die Endothelzellen, mechanisch beansprucht.

Mit jeder sportlichen Anstrengung beschleunigt sich der Blutfluss. Es entstehen sogenannte Scher-Kräfte an den Gefäßen, die mechanisch Druck auf die Endothelzellen ausüben. Kommt hinzu die Pulswelle. Bei Anstrengung beschleunigt sich das Herz, steigt der Puls. Die Pulswelle, die Dehnungswelle „klopft an den Endothelzellen an“ und dehnt diese in schnellerem Rhythmus.

All dies sind physikalische Reize, um den Botenstoff NO zu produzieren. Der wird übrigens aus Arginin produziert – kennen Sie schon. Das NO verteilt sich in die dahinterliegenden Gefäßschichten, dadurch entspannt sich die glatte Muskelschicht und das Gefäß erweitert sich automatisch.

Gleichzeitig setzt dieses NO eine ganze Reihe weiterer gefäßschützender Prozesse in Gang. Im Schnitt wird weniger Cholesterin in die Arterienwand eingelagert.

Wie also verhindert man starre Gefäße? Durch Sport.

Auch wenn Sie mir das immer nicht glauben wollen. Sport ist das A und O. Daher gilt: „Lauf um Dein Leben“.

Sicher gibt es für die nicht so Aktiven auch die eine oder andere Hilfe:

  • Arginin – das natürliche Viagra – stellt Blutgefäße weit und hilft so zB. auch bei kalten Händen und Füssen
  • Magnesium lässt Blutgefäße passiv erschlaffen

Leider haben die meisten von Ihnen davon zu wenig – kann man übrigens messen.

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